Keratokonus

Der Keratokonus ist eine Erkrankung des Hornhautbindegewebes, bei der es bedingt durch eine biomechanische Instabilität zu einer fortschreitenden Vorwölbung der Hornhaut und damit zu einer zunehmenden Sehverschlechterung kommt.

Hierbei ist die genaue Ursache noch unklar, neben genetischer Veranlagung werden chronische Mikrotraumata, wie etwa durch häufiges intensives Reiben an den Augen, und Enzymdefekte diskutiert. Typischerweise beginnt die Erkrankung in der Pubertät, bei milderen Verlaufsformen zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr. Sie macht sich für den Patienten häufig durch eine Verschlechterung der optischen Qualität trotz bestmöglicher Brille bemerkbar. Insbesondere Kränze und sternartige Ausziehungen um punktuelle Lichtquellen, sogenannte „Halos“ und „Starburstphänomene“ sind typisch, auch ein zunehmender Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) oder eine zunehmende Myopie (Kurzsichtigkeit) sind verdächtig.  Durch eine zunehmende Ausdünnung und irreguläre Vorwölbung der Hornhaut kann es dann gerade bei aggressiveren Verlaufsformen zu einer teils massiven Verschlechterung bis hin zur Hornhautdekompensation und zentralen Hornhautvernarbung kommen, welches eine gravierende Seheinschränkung nach sich zieht und nur noch mit einer Hornhauttransplantation (Hornhautübertragung) behandelbar ist.

Während bis vor etwa zehn Jahren die Möglichkeiten zum Aufhalten der fortschreitenden Erkrankung äußerst begrenzt waren, stehen nunmehr eine ganze Reihe therapeutischer Optionen zur medizinischen und optischen Rehabilitation zur Verfügung.  Heutzutage läßt sich der Keratokonus meist mit einfachen Mitteln stabilisieren, vorausgesetzt, er wird rechtzeitig entdeckt und behandelt.

 

Außerdem arbeiten wir auch wissenschaftlich in diesem Bereich:

Philipp Franko Zeitz hat zusammen mit Herrn Professor Dr. Markus Kohlhaas Ende 2012 eine im Thieme-Verlag veröffentlichte Publikation ("Einfluss der Hornhauttransparenz auf die Qualität von Topographien") erarbeitet. 2014 haben die beiden Ärzte der Praxis eine Veröffentlichung zum Thema "Keratokonusdetektion durch Analyse der cornealen Biomechanik" im gleichen Verlag publiziert.